Kreisdiakoniestelle TuttlingenHilfe und BeratungAktion Lichtblicke

Aktion Lichtblicke

Präsentieren die Aktion Lichtblicke, v. links: Rita Buggle-Fink (evangelische Kirchengemeinde), Matthias Ries (Diakonie), Evelyn Klein (katholische Kirchengemeinde), Pfarrer Thomas Schmollinger, Susan Stiegler-Irion (Caritas) und Pfarrerin Gabriele Großbach.

 

Aktion Lichtblicke

"Die Aktion Lichtblicke ist eine Art Hilfsfonds für benachteiligte Familien oder Einzelpersonen", erklärt Matthias Ries Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle Tuttlingen. "Der Fördertopf entstand aus dem Bewusstsein heraus, dass es hier in Trossingen viele Menschen gibt, die auf Hilfe angewiesen sind."
Die Gelder in dem Fördertopf – das sind zur Zeit etwa 4000 Euro – stammen aus Spenden und Überschüssen, die der Trossinger Tafelladen – auch der wird von den Kirchengemeinden, Caritas und Diakonie betrieben – erwirtschaftet hat.

Zu den Förderbereichen gehören die Bildung und die Schulbildung. Hier geht es beispielsweise um Weiterbildungskurse, fehlendes Lernmaterial oder die Unterstützung für Nachhilfe oder Hausaufgabenbetreuung. Auch bei der Freizeitgestaltung möchte die Aktion helfen. Sie übernimmt beispielsweise Mitgliedsbeiträge von Vereinen oder fördert zusätzlichen Unterricht im musisch-kreativen Bereich. Im Gesundheits-Bereich ist das Geld aus dem Fördertopf zum Beispiel für die Übernahme der Praxisgebühr und Zusatzkosten bei der medizinischen Behandlung oder für die Übernahme von Tagessätzen bei einer stationären Behandlung.

Ob einem Antrag auf Hilfe entsprochen wird, darüber entscheidet ein Vergabeausschuss mit Vertretern aller vier Träger. "Der Ausschuss muss prüfen, ob bereits alle anderen Möglichkeiten, Unterstützung zu bekommen, ausgeschöpft sind", erklärt Rita Buggle-Fink von der evangelischen Kirchengemeinde. Darüber hinaus gibt es für die Hilfe aus dem neuen Fördertopf auch die Höchstgrenze von 500 Euro, und das Geld darf auch nicht zum Ausgleich von Schulden oder von Mietrückständen verwendet werden.

Die Hilfe aus der Aktion soll sich aber nicht nur auf eine finanzielle Unterstützung beschränken. "Sie soll nachhaltig wirken", versichert Matthias Ries. So werde man sich auch auf die Suche nach Vergünstigungen machen. "Wir werden auch die Vereine konsultieren. Ein Angebot, das ich mir zum Beispiel vorstellen könnte, wäre kostenloser Musikunterricht für Kinder aus bedürftigen Familien."

Leider habe man durch die Erfahrungen mit dem Tafelladen festgestellt, dass es auch in Trossingen Armut gibt. Insgesamt würden rund 1000 Menschen durch den Tafelladen erreicht. Evelyn Klein von der katholischen Kirchengemeinde wiederum weiß über die Kindergartenarbeit, dass die Kinderarmut steigt. "Wir merken das, wenn die Eltern kein Geld mehr für das Kasperle-Theater haben, es am Vesper mangelt oder wenn kein Geld für die Sprachförderung da ist." Förderanträge liegen in den Pfarrämtern, bei der Stadtverwaltung und beim Caritas-Diakonie-Zentrum aus.

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Tageslosung

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

Psalm 127,2